Sonstige

Der Totmacher

mit Christian Ebert

Im Schwurgerichtssaal des Landgerichts spielt Thomas Anzenhofer den „Totmacher“ Fritz Haarmann….In ihrer ganzen Kargheit liegt die Stärke dieser Aufführung. Dabei spielt Anzenhofer den berüchtigten Mörder zu keiner Zeit als zynischen Killer, vielmehr entdeckt er hinter all dem blechernen Gerede das Psychogramm einer zutiefst tragischen Gestalt. Wie er sich auf dem Stuhl lümmelt, nervös auf und ab tigert, ständig alles abstreitet und die gespenstischen Verbrechen dann doch unumwunden zugibt: Anzenhofer spielt das mit tollem Gespür für Blicke und Gesten und viel Sinn für den abgründigen Witz, der irgendwo ganz tief in dieser Figur schlummert. Und man ist ehrlich froh, einen solch brillanten Darsteller wie Anzenhofer nicht völlig an den Actionfilm verloren zu haben, wo er in den letzten Jahren oftmals gastierte. Elmar Goerden tat weise daran, ihn zurück ans Schauspielhaus zu holen…

Von Sven Westernströer WAZ, Sept 2016


Ruhrtriennale. Die göttliche Komödie – PURGARTORIO am 09.09.2016 im Refektorium an der Jahrhunderthalle Bochum. Foto: Marcus Simaitis

08.09.2017 Jahrhunderthalle Bochum „Die göttliche Komödie – Paradiso“ mit Thomas Anzenhofer, Jele Brückner und Michael Lippold.

08.09.2017 Jahrhunderthalle Bochum „Die göttliche Komödie – Paradiso“ mit Thomas Anzenhofer, Jele Brückner und Michael Lippold.

08.09.2017 Jahrhunderthalle Bochum „Die göttliche Komödie – Paradiso“ mit Thomas Anzenhofer, Jele Brückner und Michael Lippold.

08.09.2017 Jahrhunderthalle Bochum „Die göttliche Komödie – Paradiso“ mit Thomas Anzenhofer, Jele Brückner und Michael Lippold.

08.09.2017 Jahrhunderthalle Bochum „Die göttliche Komödie – Paradiso“ mit Thomas Anzenhofer, Jele Brückner und Michael Lippold.


Die Geschichte vom Soldaten, Strawinsky

…Thomas Anzenhofer liest, rezitiert, zelebriert diese rhythmisierte, dialogisierte, kommentierende Geschichte vom gescheiterten Glück-Suchen mit faszinierendem Ausdruck. Man muss den Vortrag einfach mit Kategorien des großen Gesangs zu beschreiben versuchen: Ein dunkel-expressives Timbre trägt stimmliche Modulationen zur emotionalen Wirkung von Reflexion, Aufbegehren, liebender Suche, Wut, Leidenschaft und Scheitern, identifiziert sich mit naiv-verstörtem Soldaten und listig-verstelltem Teufel mit-hoffend, mit-leidend — und das mit stimmlichen Variationen, die in allen Exaltationen wortgenau bleiben und niemals ins Grelle oder unergründlich-Murmelnde verfallen. Eine Darbietung höchster Sprechkunst“!!

Opernnetz


Struktur und Schönheit

… luden Schauspieler Thomas Anzenhofer und Klavierprofessor Thomas Günther zu Konzert und Rezitation in den Thürmer-Saal des Theaterzentrums der Folkwang Universität.

Lyrik von Heine und Rilke wechselt mit Kompositionen von Bach und Schumann. Darunter: Bachs „Italienisches Konzert“ und „Französische Ouvertüre“ sowie Sequenzen aus Schumanns „Kinderszenen“ und „Papillons“. Die musikalischen umarmen die poetischen Parts, schreiben sie fort, darunter Rilkes „Liebeslied“ und Auszüge aus Heines Buch der Lieder.

Gänsehaut kommt mit der letzten der drei Zugaben auf: Anzenhofer singt Franz Schuberts „Der Leiermann“ aus „Die Winterreise“. Günther begleitet ihn am Klavier. Ein wunderbar morbid-melancholischer Schluss, der den vorangegangenen Teil des Abends in den Schatten stellte.

WAZ 30.6.2015 Chantal Stauder